Ensemble

Leitungsteam:

Susanne Haupt (Sopran, Regie, Organisation), Thomas Stadler (musikalische Leitung), Katharina Kloock (Gebärdensprachdolmetscherin), Aandrea Schmetzstorff (Muttersprachlerin Gebärdensolistin / Übersetzung) Lionel Ménard (Coach, Regie), Naïma Märker (Regieassistenz), Randi Uhle Finanzplanung/Abrechnung

Susanne Haupt – Sopran, Projektidee und Leitung, Regie

“Trachte danach, dass du von Herzen glaubst, was du mit dem Munde singst, und dass du mit Taten bewährst, was du mit dem Herzen glaubst.”

Die Sopranistin Susanne Haupt, aufgewachsen in Kairo, Berlin und Dresden, genoss bereits in ihrer Kindheit eine umfassende musikalische Ausbildung in den Fächern Gesang, Klavier, und Ballett. Nach ihrem Abitur an der Kreuzschule Dresden absolvierte sie ein Gesangsstudium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Kammersängerin Prof. Regina Werner- Dietrich. Bereits während ihres Studiums sammelte sie in verschiedenen Hochschulproduktionen erste Bühnenerfahrung. Auf ein Soloengagement am Landestheater Altenburg folgte die langjährige Mitwirkung als Gast in verschiedenen Inszenierungen der Oper Leipzig und der Musikalischen Komödie.

Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens steht jedoch das Singen alter Musik. So konzertiert sie mit verschiedenen Soloprogrammen unterschiedlicher kammermusikalischer Besetzung. Als Konzertsolistin wird sie vor allem im Oratoriengesang engagiert. Dabei arbeitet sie mit renommierten Dirigent*innen und Klangkörpern zusammen. Die große Leidenschaft der Sängerin gilt den Werken von Johann Sebastian Bach. Für hörgeschädigte Menschen ist seine Musik, die einen wesentlichen Teil unserer Kultur ausmacht, kaum zugänglich. Um dem etwas entgegenzusetzen gründete die Sopranistin das Ensemble „SING and SIGN“, bestehend aus hörenden und hörgeschädigten Akteuren, mit dem sie innerhalb der von ihr konzipierten Konzertreihe „BACH- mit den Augen hören“, viele seiner geistlichen Vokalwerke unter Hinzunahme von Gebärden zur audiovisuellen Aufführung bringt. Dabei wird das Gesungene teils in Deutscher Gebärdensprache (DGS) von hörgeschädigten Muttersprachler*innen interpretiert und teils simultan von den hörenden Sänger*innen selbst in einer möglichst DGS- nahen Übersetzung visualisiert und richtet sich damit sowohl an Hörgeschädigte als auch an Hörende.

Als Gesangspädagogin gibt sie außerdem ihr Wissen als Stimmbildnerin weiter. Die musikalische Förderung von Kindern ist ihr dabei ein besonderes Anliegen. So arbeitet sie derzeit als Kinderstimmbildnerin bei den Kinder- und Jugendchören der Oper Leipzig sowie beim EU-Projekt “Opera InCanto” als auch beim Projekt „Singt euch ein“ der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ Leipzig. Sie leitete zeitweise mehrere Kinderchöre und rief das Projekt „Oper für Kinder“ ins Leben.

Andrea Schmetzstorff  – Gebärdensolistin, Übersetzung

Andrea Schmetztorff wurde 1993 in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) geboren. 2015 absolvierte sie eine Ausbildung zur hauswirtschaftstechnischen Helferin in Leipzig. Ehrenamtlich engagiert sie sich in einem Gebärdenchor Namens ,,SignSongs“. In diesem sammelt sie seit 2009 Erfahrungen beim Musikdolmetschen. In der Gehörlosenkultur wird oft diskutiert, wer die Musik in Gebärdensprache übersetzen soll. Deshalb entschied sie sich, bei der Übersetzung der Johannes-Passion und zweier Kantaten von J.S. Bach, als Muttersprachlerin der Gebärdensprache mitzuwirken. Beim Kantatenprogramm steht sie zudem als Gebärdensolistin mit auf der Bühne. Sie wurde schwerhörig geboren, im Alter von 16 Jahren war sie an Taubheit grenzend schwerhörig. Sehr spät erlernte sie die DGS (Deutsche Gebärdensprache) in einer Ausbildungsstätte für Hör-und Sprachgeschädigte. Mit dem Gebärdenchor ,,SignSongs“ aus Leipzig wirkte sie 2013/2014 und 2015 im Gewandhaus bei Bachs „Markus Passion“ mit.

Elisa Otto – Gebärdensprachdolmetscherin

Hallo!

Ich bin Elisa-Emilie Otto, gebürtig aus Berlin und seit 2020 als Gebärdensprachdolmetscherin (FH) im Kreis Zwickau unterwegs.

Zum Projekt von Sing & Sign

Ich habe einen Anruf einer Dolmetsch-Kollegin erhalten, die mir von diesem Projekt berichtete. Sie sagte, es werde eine GSD gesucht und sie hätte da sofort an mich gedacht. Ich komme nämlich aus einem klassisch-musisch geprägten Haushalt und habe privat viel mit Kirchenarbeit und dem christlichem Glauben zutun. Gemeinsam mit Andrea Schmetzstorff (taub) habe ich dann die altdeutschen, christlichen, oft schwer verständlichen Texte versucht in DGS-nahe Formulierungen zu übersetzen. Im Anschluss haben wir dies den interessierten und engagierten Sängern beigebracht und hatten insgesamt viel Freude bei dem Projekt!

Ich wünsche mir, dass viele gute Berichte über diesen tollen Versuch mehrere Kulturen (Hörende, Taube, Musiker, Jugendliche, Erwachsene,…) miteinander zu vereinen und die Welt der christlich, klassischen Musik für Hörgeschädigte zu öffnen, verfasst werden.

Viel Freude beim Hören und Sehen!

Lionel Ménard – Coach, Regie

“Meine ersten Shows spielten sich in Schulheften ab und waren ohne Worte oder Musik. Es waren nur Bilder, die gezeichnet wurden, um das Diktat von der Arithmetik zu trennen. Dies wurde Kritzeln an den Rändern genannt. Es war eine Art meiner Erholung, mein Fenster zwischen den sechsundzwanzig Diktaten und der befriedigenden Arithmetik. Neunundvierzig Jahre später scheint es mein Beruf geworden zu sein … “

Alles beginnt im Jahr 1987: Lionel beschließt, mit One-Night-Stands aufzuhören. In diesem Jahr entdeckt er Marcel Marceau und arbeitet zehn Jahre lang mit seiner Firma zusammen. Im Rahmen eines Drehbuchs hört er auf Alexandro Jodorowski, nach einem guten Essen wird er Ticky Holgados Trainer. Nach mehreren Auditions tritt er schließlich in die Firma von Philippe Genty ein. Auf einer CD mit zeitgenössischer Musik bringt er das Arditi-Quartett auf die Bühne. Er verbringt eine Woche mit Michael Jackson und Marcel Marceau, um “Childhood” für HBO vorzubereiten, und schreibt einen kleinen Entwurf für einen Philippe Glass-Abend in der Carnegie Hall. Claude Lelouch bietet ihm die Rolle Jesu in einer Trilogie an und arbeitet als Choreograf für Jean Paul Goude und Lea Seydoux. Er liebt die Gymnopédies und kreiert “Bonjour Monsieur Satie” im Konzerthaus Berlin und inszeniert Bodecker & Neander. Er ist eingeladen, eine “Show für die Kleinen” bei den Luxemburger Philharmonikern zu schreiben und einzurichten. Er inszeniert “The Snark” beim Sydney Festival mit Scott Kohler und “Out of the Blue” mit Alexander und Wolfram beim Valencia Festival in Venezuela. Er manipuliert ein Vogel für François Morel und versucht François zum Tanzen zu bringen, dann trifft er Bartek Ostapczuk in Dresden, der den Auftakt zu mehreren Werken in Polen bildet …

Allen diesen Treffen ist gemeinsam, dass sie Lionel dazu bringen, in alle vier Winkel der Erde zu reisen. Das Stück, auf das er am stolzesten ist, wurde jedoch nur einmal aufgeführt und hat seine vier Wände nicht verlassen – dies war die Regie von “La Volière” im Fresnes Penitentiary Center für Langzeitgefangene.

Thomas Stadler- musikalische Leitung

Thomas Stadler wurde 1995 in Landshut (Bayern) geboren. Er studierte seit 2014 Chordirigieren an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartoldy“ Leipzig bei Prof. Roland Börger, das er 2018 mit Auszeichnung abschloss. Seit 2018 belegt nun gleichfalls an der Leipziger Hochschule den Bachelorstudiengang für Kirchenmusik bei Anna-Victoria Baltrusch und Daniel Beilschmidt (Orgelliteratur) und David Timm (Orgelimprovisation). Ergänzend zum Studium absolviert er Meisterkurse, zuletzt bei Morten Schuldt-Jensen (Neuwieder Chorleitertage). In seiner Bachelorarbeit hat er sich, betreut von Prof. Dr. Martin Krumbiegel, mit der historischen Aufführungspraxis der Rezitative Johann Sebastian Bachs, beschäftigt.

Neben seinem Studium sammelte er reichhaltige Erfahrungen bei der Leitung von Chören verschiedener Altersklassen und Leistungsniveaus, so von 2015-2019 als Chorleiter des Traditionschors Lyra, Bad Düben, von 2018 – 2019 hat er für die Taborkantorei, bei der er seit 2016 als Assistent des Kantors tätig war, die Vertretung des Kantors während der Elternzeit übernommen. Dabei profilierte er sich vor allem durch die Einstudierung und Leitung von Konzerten mit Chor- und Orchestermusik. Ergänzend zu dieser regelmäßigen Arbeit wirkt er immer wieder bei der Einstudierung oder einzelnen Chorproben als Gast für andere Chöre mit, so etwa für den GewandhausChor.

Seit dem 1. Oktober 2018 hat er die Leitung des Leipziger OratorienChores übernommen. Als Kapellmeister der Sinfonia Leipzig wirkt er seit Beginn des Jahres 2019.

Stefan Kahle – Altus

Stefan Kahle wurde 1992 in Zwenkau geboren. Im Alter von fünf Jahren erhielt er seine erste musikalische Ausbildung am Klavier. Zwischen 2003 und 2011 war er Mitglied des Leipziger Thomanerchores unter Thomaskantor Georg Christoph Biller und erhielt Gesangsunterricht von Christina Vogel und Gotthold Schwarz. Dort wurde er für seine außerordentlichen Leistungen als Solist mit dem Ramin- und dem Jacob-Petzold-Legat ausgezeichnet. 2016 schloss er sein Studium an der Schola Cantorum Basiliensis, Hochschule für Alte Musik Basel mit grossem Erfolg in der Klasse von Prof. Gerd Türk ab. Zudem absolvierte er einen Aufbaustudiengang für Ensemblegesang „AVES“ bei Evelyn Tubb und Anthony Rooley. Während seines Studiums besuchte er Meisterkurse bei Emma Kirkby, Evelyn Tubb, Margret Honig, Andreas Scholl, Flavio Ferri Benedetti, Matthias Rexroth und Peter Kooij.

Seit 2010 führt ihn eine rege Konzerttätigkeit durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. So sang er in bedeutenden Konzerthäusern, wie dem Muziekgebouw Amsterdam, dem Vredenburg in Utrecht, im Oosterport in Groningen und dem De Doelen Rotterdam, der Philharmonie Berlin, dem Berliner Konzerthaus, der Thomaskirche Leipzig, dem Gewandhaus Leipzig, der Bridgewater Hall in Manchester, der Tokyo Opera City Hall, sowie der Oper Sydney. Eine intensive Zusammenarbeit ergab sich daraus mit dem namhaften Vokalensemble amarcord, Voces Suaves, dem Barockensemble capella incognita, der Berliner Lautten Compagney, dem Thomanerchor Leipzig, dem Berliner Figuralchor und der Bachstiftung St. Gallen. Des weiteren arbeitete der junge Countertenor als Solist bereits mit Dirigenten wie Andrea Marcon, Jörg Andreas Bötticher, Gotthold Schwarz, Ron-Dirk Entleutner, Wolfgang Katschner, Peter Kuhn und Riccardo Chailly zusammen.

Bei den Einspielungen der Kantaten Johann Sebastian Bachs mit dem Thomanerchor Leipzig sang er die Alt-Partien ein. Zudem war der Altus bei mehreren Live-Übertragungen zu hören, unter anderem als Solist bei der von ACCENTUS Music in den Rundfunkanstalten MDR und ARTE übertragenen Matthäuspassion mit dem Thomanerchor Leipzig im April 2012.

Seit September 2018 ist er Mitglied des Calmus Ensembles Leipzig.

Robert Pohlers – Tenor

Der junge Tenor Robert Pohlers wurde 1994 in Leipzig geboren und war von 2004 bis 2013 Mitglied des Leipziger Thomanerchores. Neben einer allumfassenden musikalischen Ausbildung in dieser Zeit erhielt er Gesangsunterricht bei Jörn Sakuth, Stephan Heinemann und Wolfram Lattke. Für seine musikalischen Verdienste um den Chor wurde er mit dem Jakob-Petzold Legat sowie dem Karl-Straube Legat ausgezeichnet. Im Jahre 2011 wurde ihm im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ ein 2. Preis zuteil. Seit 2013 absolviert Robert Pohlers ein Gesangsstudium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in der Klasse von KS Professor Roland Schubert.

Ebenfalls seit 2013 ist er Mitglied des renommierten Vokalsolistenensembles „amarcord“.

Im Zuge seiner bisherigen Konzerttätigkeit als Solist arbeitete Robert Pohlers mit namhaften Ensembles und Dirigenten zusammen, unter ihnen das Gewandhausorchester Leipzig, die Lautten Compagney Berlin, die Bochumer Symphoniker, das Swedish Chamber Orchestra, KS Peter Schreier, Prof. Georg Christoph Biller, Wolfgang Katschner, Steven Sloane, Prof. Gotthold Schwarz, HK Gruber, Christopher Cock sowie Prof. Matthias Foremny.

Auch im Bereich der Oper beginnt Robert Pohlers sich einen Namen zu machen. So sang er 2017 im Rahmen einer Studioproduktion mit der „Jungen Mitteldeutschen Kammeroper“ im Stück „Colas, der Schauspieldirektor“, einer Einrichtung aus Mozarts „Schauspieldirektor“ und „Bastien und Bastienne“, die Rolle des „Monsieur Vogelsang“ u.a. in Theatern in Gotha und Wittenberg. In der großen Produktion der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ 2017 verkörperte er in Mozarts „Don Giovanni“ den „Don Ottavio“.

Außerdem gab er bei einer Studioproduktion der Schulmusikabteilung der HMT Leipzig 2018 sein Debüt als „Ferrando“ in „Cosi fan tutte“  von Wolfgang Amadeus Mozart.

Für das Lied-Genre hat Robert Pohlers eine besondere Leidenschaft entdeckt. So interpretierte er 2018 die selten zu hörenden “Winter Words” von Benjamin Britten im großen Saal der Musikhochschule Dresden und beschäftigte sich intensiv mit den bekannten Liedzyklen von Robert Schumann und Franz Schubert sowie mit Liedern von Carl Löwe, Felix Mendelssohn Bartholdy und weiteren Komponisten. Zudem arbeitete er mit international renommierten Liedbegleitern wie Prof. Alexander Schmalcz und Prof. Eric Schneider zusammen.

Weitere wichtige Impulse für seine Liedinterpretationen bekam er 2018 in einem Meisterkurs bei KS Prof. Peter Schreier.

Engagements führten Robert Pohlers bereits durch ganz Europa, nach Asien sowie nach Mittel- und Nordamerika.

Diverse CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine sängerische Tätigkeit

Christoph Pfaller – Tenor

Christoph Pfaller wurde 1992 in Leipzig geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Thomanerchor Leipzig im Alter von 9 Jahren. In diesem Rahmen wurde er von Kammersänger Martin Petzold im Fach Gesang unterrichtet. Er unternahm mit dem Chor unter Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller zahlreiche Reisen im In- und Ausland (u.a. Japan, Südkorea, Australien) und wirkte bei einigen CD-Aufnahmen und Konzerten als Knabensolist mit. In der Spielzeit 2004/2005 übernahm er an der Oper Leipzig die Rolle des ersten Knaben in W. A. Mozarts Oper „Die Zauberflöte“. Seit 2013 studiert er an der „Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy Leipzig“ Gesang bei Professor Christina Wartenberg und Jeanette Favaro-Reuter. Zuletzt war er unter anderem als „Tamino“ in Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ oder als „Lyonel” in Friedrich von Flotows Oper “Martha” zu hören. Besonders intensiv verbunden fühlt sich der junge Tenor dem Oratorium, dass ihn seit frühester Kindheit begleitet und prägt. So tritt er heute als gefragter Solist, besonders als Evangelist und Bach-Interpret, in ganz Deutschland und darüber hinaus auf und arbeitet dabei regelmäßig mit renommierten Dirigenten zusammen wie u.a. Hans-Christoph Rademann, John Eliot Gardiner, Frieder Bernius, Václav Luks, Michael Schönheit, Thomaskantor Gotthold Schwarz und Ensembles wie der Gächinger Cantorey, dem Thomanerchor Leipzig, der Dresdner Philharmonie, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Staatskapelle Halle. Zuletzt führten ihn Engagements u.a. nach Russland, Italien, Südamerika, Kuba und in die USA.

Im September 2017 entstand gemeinsam mit der „Chapelle de la Vigne Freiburg“ eine erste CD mit Bachkantaten unter Leitung von Bernhard Schmidt.

Christoph Pfaller ist Stipendiat und Preisträger der „Kammeroper Schloss Rheinsberg“ 2017.

Christopher B. Fischer – Tenor

Der in Stuttgart geborene Tenor Christopher B. Fischer studierte zunächst Bachelor “Klassischer Gesang” an der Hochschule für Musik Karlsruhe und erhielt dort Unterricht bei Markus Hadulla in Liedgestaltung.
An der Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig schloss er im Februar 2018 seinen Master “Operngesang” bei Professor Berthold Schmid ab. Wichtige Impulse erhält er zudem von Stephan Klemm und Bettina Denner.

Ende November 2015 debütierte er als Paris in J. Offenbachs Operette “Die schöne Helena”. Und im April 2016 war er als Der lyrische Tenor in T. Johnsons, 1988 uraufgeführten, “Riemannoper” zu sehen. Mit dem SommerOrchester Leipzig war er als Don Ottavio in einer halb konzertanten Aufführung des “Don Giovanni” von W. A. Mozart zu hören. Im Naumburger Dom war er August 2019 als 1st Elder in G. F. Händels „Susanna“ in einer Produktion des Theater Naumburg sowie der Lautten Compagney Berlin zu sehen sein. Mit Letzterer wird er im Oktober 2019 in Haydns Oper „Lo Speziale“ als Mengone in Fulda und Aschaffenburg zu sehen sein.

Das besondere, klare und weiche Timbre seiner Stimme weiß er außerdem geschickt im Bereich des Oratoriums, u.a. als Evangelist in J. S. Bachs “Matthäuspassion” oder “Weihnachtsoratorium”, einzusetzen.

Mit dem Ensemble 1684 unter der Leitung von Gewandhauschorleiter Gregor Meyer, konzertiert er regelmäßig deutschlandweit, sowie im europäischen Ausland.

Außerdem ist er als Freier Mitarbeiter im MDR Rundfunkchor tätig und bestreitet mit diesem regelmäßig Konzerte und CD-Produktionen.

Ihn prägten Meisterkurse u.a. bei Daniel Gloger (Neue Vokalmusik), Peter Berne (Belcanto), bei Prof. Daniel Fueter (Chanson) und Liv Solveig Wagner (Jazzgesang).

Anton Haupt – Bass

Der Bassbariton Anton Haupt (*1997) stammt aus einer Leipziger Sängerfamilie und erhielt seine frühmusikalische Ausbildung in dem Musikprofil des “Rudolf Hildebrand-Gymnasiums” und der Musikschule “Ottmar Gerster”. Nach dem Abitur nahm er Gesangsunterricht bei Annette Reinhold und studiert seit 2016 an der HMT Leipzig, vorerst bei Prof. Ilse-Christine Otto und seit dem Wintersemester 2018 bei Prof. Berthold Schmid. Anton Haupt debütierte bereits als Figaro in G. Paisiellos “Il barbiere di Siviglia”, Vater in E. Humperdincks “Händel und Gretel”, Plutone in C. Monteverdis “L’Orfeo” sowie Meister Enterich in C. Millöckers “Der Bettestudent”. Er wird im Sommer als Hans in Albert Lortzings “Undine” zu erleben sein. Er ist Stipendiat der “Internationalen Sängerakademie Torgau” und Gewinner des “Albert-Lortzing-Wettbewerbes” 2019. In seiner regen Konzerttätigkeit arbeitete der junge Bassbariton als Chorist oder Solist mit namenhaften Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Andris Nelsons, Alan Gilbert, Stefan Asbury, Trevor Pinnock, Gregor Meyer und Ron-Dirk Entleutner.

Felix Rohleder – Bass

Felix Rohleder wurde im vogtländischen Greiz geboren. Seine Ausbildung begann an der dortigen Musikschule „Bernhard Stavenhagen“ in den Fächern Violine, Klavier und Gesang. Nach dem Abitur schloss er ein Lehramtsstudium in den Fachrichtungen Musik und Sozialkunde in Halle (Saale) an, welches er 2018 zum Abschluss brachte.

Seit 2016 studiert der Bassbariton an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden in der Klasse von Jörg Hempel. Hier wird er außerdem von KS Prof. Olaf Bär im Liedgesang und von Prof. Britta Schwarz im Oratorienfach unterrichtet. Diverse Meisterkurse, unter anderem bei KS Georg Zeppenfeld, KS Prof. Roland Schubert und KS Prof. Regina Werner-Dietrich, ergänzen seine Ausbildung. Hauptschwerpunkt seiner Arbeit ist das Konzertfach, in dem er bereits regelmäßig zu hören ist. Weiterhin debütierte Felix Rohleder im Sommer 2018 in der Rolle des Masetto in Mozarts „Don Giovanni“ auf der Opernbühne. Ein weiterer, wichtiger Bereich seiner Ausbildung ist die Arbeit in Ensembles. So sang er mehrere Jahre bei den Hallenser Madrigalisten unter Leitung von Tobias Löbner und singt aktuell im Dresdner Kammerchor unter Leitung von Hans-Christoph Rademann. In der Konzertsaison 2019/2020 wird er unter anderem mit Georg Friedrich Händels Messias, der Johannespassion von Johann Sebastian Bach und mit dessen Weihnachtsoratorium zu hören sein. Weiterhin wird er im Rahmen der Dresdner Hochschulproduktion von Mozarts „Hochzeit des Figaro“ die Rolle des Figaro singen.

Chor

SOPRAN:

Ines Tietze, Ann-Kathrin Waldherr, Almuth Märker, Katharina Ackva, Jolande Reschberger, Johanna Merker, Magdalene Gööck

ALT:

Michaela Günold,  Linda Menzer, Clemens Walter Thom, Katherina Schmidt, Noa Flach, Naïma Märker

TENOR:

Lucas Reis, Elias Riemenschneider, Benedikt Winter

BASS:

Alexander Kunze, Franz Schollmeyer, Gustav Haupt, Arthur Engel, Jonathan Münzen

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