Ensemble

Leitungsteam

KÜNSTLERISCHE LEITUNG – Susanne Haupt

LEITUNG HÖRBEHINDERTE / ÜBERSETZUNG – Andrea Schmetzstorff ( Muttersprachlerin)

MANAGEMENT CHOR HÖRENDE – Katherina Schmidt

MANAGEMENT SOLIST*INNEN / MARKETING – Stefan Kahle

MANAGEMENT OCHESTER – Susanne Baudach

VERANSTALTUNGEN / FINANZEN – Max Gläser

Musikalisch-szenische Leitung

MUSIKALISCHE LEITUNG JOHANNES-PASSION – Clemens Flämig / Jurgita Cesonyte

MUSIKALISCHE LEITUNG KANTATEN – David Timm

MUSIKALISCHE LEITUNG SCHÜTZ – Friedrich Praetorius

MUSIKALISCHE LEITUNG WEIHNACHTSORATORIUM – Philipp Goldmann

CHOREOGARFIE JOHANNES-PASSION – Irina Pauls

REGIE JOHANNES-PASSION – Susanne Haupt

ASSISTENZ – Laura Fabricius

PANTOMIME COACH – Lionel Ménard

Hörbehinderte Chormitglieder

Andrea Schmetzstorff, Fabian Kaje, Sabine Michaelsen, Jennifer Schönfeld, Aylin Hempel, Anja Fessel

Hördende Chormitglieder

SOPRAN –  Ines Tietze, Almuth Märker, Magdalene Gööck, Meta Schuchardt
ALT – Linda Menzer, Clemens Walter Thom, Katherina Schmidt, Noa Flach
TENOR – Lucas Reis, Elias Riemenschneider, Benedikt Winter
BASS –  Paul-Gustav Haupt, Jonathan Münzel, Jonas Fischer

Solist*innen

SOPRAN – Susanne Haupt / N.N.

ALT: Stefan Kahle / Gast: Stefan Kunath

TENOR: Christoph Pfaller / Vincent Lesage / Robert Pohlers / Gäste: Florian Sievers / Christopher B. Fischer

BASS: Anton Haupt / Felix Rohleder

Orchester

Oboe – Elisabeth Grümmer
Violine -Helga Schmidtmayer
Violine – Friederike Lehnert
Viola – Magdalena Schenk-Bader
Fagott – Nora Hansen
Cello – Susanne Baudach
Violone – Jörg Meder
Cembalo – Thomas Stadler

Susanne Haupt – Sopran, Projektidee / künstlerische Leitung

„Trachte danach, dass du von Herzen glaubst, was du mit dem Munde singst, und dass du mit Taten bewährst, was du mit dem Herzen glaubst.“

Die Sopranistin Susanne Haupt, aufgewachsen in Kairo, Berlin und Dresden, genoss bereits in ihrer Kindheit eine umfassende musikalische Ausbildung in den Fächern Gesang, Klavier, und Ballett. Nach ihrem Abitur an der Kreuzschule Dresden absolvierte sie ein Gesangsstudium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Kammersängerin Prof. Regina Werner- Dietrich. Bereits während ihres Studiums sammelte sie in verschiedenen Hochschulproduktionen erste Bühnenerfahrung. Auf ein Soloengagement am Landestheater Altenburg folgte die langjährige Mitwirkung als Gast in verschiedenen Inszenierungen der Oper Leipzig und der Musikalischen Komödie.

Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens steht jedoch das Singen Alter Musik. So konzertiert sie mit verschiedenen Soloprogrammen unterschiedlicher kammermusikalischer Besetzung. Als Konzertsolistin wird sie vor allem im Oratoriengesang engagiert. Dabei arbeitet sie mit renommierten Dirigent*innen und Klangkörpern zusammen. Die große Leidenschaft der Sängerin gilt den Werken von Johann Sebastian Bach. Für hörgbehinderte Menschen ist seine Musik, welche einen wesentlichen Teil unserer Kultur ausmacht, kaum zugänglich. Um dem etwas entgegenzusetzen, gründete die Sopranistin das Ensemble „SING and SIGN“, bestehend aus hörenden und hörbehinderten Akteur*innen, mit dem sie innerhalb der von ihr konzipierten Konzertreihe „BACH- mit den Augen hören“, viele seiner geistlichen Vokalwerke mit Gebärdensprache zur audiovisuellen Aufführung bringt und sich damit sowohl an Hörbehinderte als auch an Hörende richtet.

Als Gesangspädagogin gibt sie außerdem ihr Wissen als Stimmbildnerin weiter. Die musikalische Förderung von Kindern ist ihr dabei ein besonderes Anliegen. So arbeitet sie derzeit als Kinderstimmbildnerin  beim EU-Projekt „Opera InCanto“ der Oper Leipzig sowie beim Projekt „Singt euch ein“ der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ Leipzig. In diesem Rahmen unterrichtet sie auch an Förderschulen, wie der Gehörlosenschule Leipzig. Sie wirkte als Stimmbildnerin bei den Kinder- und Jugendchören der Oper Leipzig, leitete zeitweise mehrere Kinderchöre und rief das Projekt „Oper für Kinder“ ins Leben.

Andrea Schmetzstorff  – Gebärdensolistin, Übersetzung DGS

Andrea Schmetztorff wurde 1993 in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) geboren. 2015 absolvierte sie eine Ausbildung zur hauswirtschaftstechnischen Helferin in Leipzig. Ehrenamtlich engagiert sie sich in einem Gebärdenchor Namens ,,SignSongs“. In diesem sammelt sie seit 2009 Erfahrungen beim Musikdolmetschen. In der Gehörlosenkultur wird oft diskutiert, wer die Musik in Gebärdensprache übersetzen soll. Deshalb entschied sie sich, bei der Übersetzung der Johannes-Passion und zweier Kantaten von J.S. Bach, als Muttersprachlerin der Gebärdensprache mitzuwirken. Beim Kantatenprogramm steht sie zudem als Gebärdensolistin mit auf der Bühne. Sie wurde schwerhörig geboren, im Alter von 16 Jahren war sie an Taubheit grenzend schwerhörig. Sehr spät erlernte sie die DGS (Deutsche Gebärdensprache) in einer Ausbildungsstätte für Hör-und Sprachgeschädigte. Mit dem Gebärdenchor ,,SignSongs“ aus Leipzig wirkte sie 2013/2014 und 2015 im Gewandhaus bei Bachs „Markus Passion“ mit.

Elisa Otto – Gebärdensprachdolmetscherin

Hallo!

Ich bin Elisa-Emilie Otto, gebürtig aus Berlin und seit 2020 als Gebärdensprachdolmetscherin (FH) im Kreis Zwickau unterwegs.

Zum Projekt von Sing & Sign

Ich habe einen Anruf einer Dolmetsch-Kollegin erhalten, die mir von diesem Projekt berichtete. Sie sagte, es werde eine GSD gesucht und sie hätte da sofort an mich gedacht. Ich komme nämlich aus einem klassisch-musisch geprägten Haushalt und habe privat viel mit Kirchenarbeit und dem christlichem Glauben zutun. Gemeinsam mit Andrea Schmetzstorff (taub) habe ich dann die altdeutschen, christlichen, oft schwer verständlichen Texte versucht in DGS-nahe Formulierungen zu übersetzen. Im Anschluss haben wir dies den interessierten und engagierten Sängern beigebracht und hatten insgesamt viel Freude bei dem Projekt!

Ich wünsche mir, dass viele gute Berichte über diesen tollen Versuch mehrere Kulturen (Hörende, Taube, Musiker, Jugendliche, Erwachsene,…) miteinander zu vereinen und die Welt der christlich, klassischen Musik für Hörgeschädigte zu öffnen, verfasst werden.

Viel Freude beim Hören und Sehen!

Lionel Ménard – Coach

„Meine ersten Shows spielten sich in Schulheften ab und waren ohne Worte oder Musik. Es waren nur Bilder, die gezeichnet wurden, um das Diktat von der Arithmetik zu trennen. Dies wurde Kritzeln an den Rändern genannt. Es war eine Art meiner Erholung, mein Fenster zwischen den sechsundzwanzig Diktaten und der befriedigenden Arithmetik. Neunundvierzig Jahre später scheint es mein Beruf geworden zu sein … „

Alles beginnt im Jahr 1987: Lionel beschließt, mit One-Night-Stands aufzuhören. In diesem Jahr entdeckt er Marcel Marceau und arbeitet zehn Jahre lang mit seiner Firma zusammen. Im Rahmen eines Drehbuchs hört er auf Alexandro Jodorowski, nach einem guten Essen wird er Ticky Holgados Trainer. Nach mehreren Auditions tritt er schließlich in die Firma von Philippe Genty ein. Auf einer CD mit zeitgenössischer Musik bringt er das Arditi-Quartett auf die Bühne. Er verbringt eine Woche mit Michael Jackson und Marcel Marceau, um „Childhood“ für HBO vorzubereiten, und schreibt einen kleinen Entwurf für einen Philippe Glass-Abend in der Carnegie Hall. Claude Lelouch bietet ihm die Rolle Jesu in einer Trilogie an und arbeitet als Choreograf für Jean Paul Goude und Lea Seydoux. Er liebt die Gymnopédies und kreiert „Bonjour Monsieur Satie“ im Konzerthaus Berlin und inszeniert Bodecker & Neander. Er ist eingeladen, eine „Show für die Kleinen“ bei den Luxemburger Philharmonikern zu schreiben und einzurichten. Er inszeniert „The Snark“ beim Sydney Festival mit Scott Kohler und „Out of the Blue“ mit Alexander und Wolfram beim Valencia Festival in Venezuela. Er manipuliert ein Vogel für François Morel und versucht François zum Tanzen zu bringen, dann trifft er Bartek Ostapczuk in Dresden, der den Auftakt zu mehreren Werken in Polen bildet …

Allen diesen Treffen ist gemeinsam, dass sie Lionel dazu bringen, in alle vier Winkel der Erde zu reisen. Das Stück, auf das er am stolzesten ist, wurde jedoch nur einmal aufgeführt und hat seine vier Wände nicht verlassen – dies war die Regie von „La Volière“ im Fresnes Penitentiary Center für Langzeitgefangene.

Stefan Kahle – Altus

Stefan Kahle wurde 1992 in Zwenkau geboren. Im Alter von fünf Jahren erhielt er seine erste musikalische Ausbildung am Klavier. Zwischen 2003 und 2011 war er Mitglied des Leipziger Thomanerchores unter Thomaskantor Georg Christoph Biller und erhielt Gesangsunterricht von Christina Vogel und Gotthold Schwarz. Dort wurde er für seine außerordentlichen Leistungen als Solist mit dem Ramin- und dem Jacob-Petzold-Legat ausgezeichnet. 2016 schloss er sein Studium an der Schola Cantorum Basiliensis, Hochschule für Alte Musik Basel mit grossem Erfolg in der Klasse von Prof. Gerd Türk ab. Zudem absolvierte er einen Aufbaustudiengang für Ensemblegesang „AVES“ bei Evelyn Tubb und Anthony Rooley. Während seines Studiums besuchte er Meisterkurse bei Emma Kirkby, Evelyn Tubb, Margret Honig, Andreas Scholl, Flavio Ferri Benedetti, Matthias Rexroth und Peter Kooij, Britta Schwarz und Lee Santana.

Seit 2010 führt ihn eine rege Konzerttätigkeit durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. So sang er in bedeutenden Konzerthäusern, wie dem Muziekgebouw Amsterdam, dem Vredenburg in Utrecht, im Oosterport in Groningen und dem De Doelen Rotterdam, der Philharmonie Berlin, dem Berliner Konzerthaus, der Thomaskirche Leipzig, dem Gewandhaus Leipzig, der Bridgewater Hall in Manchester, der Tokyo Opera City Hall, sowie der Oper Sydney. Eine intensive Zusammenarbeit ergab sich daraus mit dem namhaften Vokalensemble amarcord, Voces Suaves, dem Barockensemble capella incognita, der Berliner Lautten Compagney, dem Thomanerchor Leipzig, dem Berliner Figuralchor und der Bachstiftung St. Gallen. Des weiteren arbeitete der junge Countertenor als Solist bereits mit Dirigenten wie Andrea Marcon, Jörg Andreas Bötticher, Gotthold Schwarz, Ron-Dirk Entleutner, Wolfgang Katschner, Peter Kuhn und Riccardo Chailly zusammen.

Bei den Einspielungen der Kantaten Johann Sebastian Bachs mit dem Thomanerchor Leipzig sang er die Alt-Partien ein. Zudem war der Altus bei mehreren Live-Übertragungen zu hören, unter anderem als Solist bei der von ACCENTUS Music in den Rundfunkanstalten MDR und ARTE übertragenen Matthäuspassion mit dem Thomanerchor Leipzig im April 2012.

Als Gründungsmitglied und Sopranus des Vokalquartetts ENSEMBLE DE MORALES, das sich auf die Musik des Mittelalters und der Renaissance spezialisiert hat, sang Stefan Kahle von 2009 – 2015. Von 2018-2020 war er Mitglied des Calmus Ensembles Leipzig

Robert Pohlers – Tenor

Robert Pohlers war von 2004 bis 2013 Mitglied des Leipziger Thomanerchores, in dem er eine allumfassende musikalische Ausbildung genoss. Früh trat er als Solist in Erscheinung und wurde für seine Verdienste um den Chor mehrfach ausgezeichnet. Durch diese Sozialisation bildet das Werk Johann Sebastian Bachs auch heute noch den Mittelpunkt seines solistischen Schaffens. Pohlers studierte an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in der Klasse von KS Prof. Roland Schubert Gesang und schloss sein Studium erfolgreich ab. Er ist seit 2013 Mitglied des renommierten Vokalsolistenensembles „amarcord“, mit dem er verschiedene Auszeichnungen internationalen Ranges erhielt, wie z.B. den Opus Klassik 2019 oder den „Contemporary a capella Recording Award“.
Im Zuge seiner Konzerttätigkeit arbeitete Robert Pohlers mit namhaften Ensembles und Dirigenten, darunter dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Münchener Kammerorchester, dem Swedish Chamber Orchestra, Prof. Georg Christoph Biller, Wolfgang Katschner, Thomaskantor Gotthold Schwarz, HK Gruber, Prof. Matthias Foremny u. a. an bedeutenden Orten, wie dem Gewandhaus zu Leipzig, Konzerthaus Berlin, Teatro Colòn Buenos Aires, Royal Academy of Music London, Wiener Musikverein, Prinz-Regenten Theater München und weiteren. Neben Auftritten auf der Opernbühne erarbeitet sich Robert Pohlers zunehmend ein breites Lied-Repertoire, für das er wichtige Impulse in der Zusammenarbeit mit Größen der Liedszene wie KS Peter Schreier, Prof. Eric Schneider, Prof. Alexander Schmalcz, sowie verschiedenen weiteren bekam.
Erste Opernengagements, vorwiegend im Mozart-Fach, führten ihn u.a. an die Theater in Wittenberg und Gotha. Mit amarcord ist Robert Pohlers weltweit unterwegs. Solistische Aufgaben führten ihn bereits durch ganz Deutschland und zudem in die Vereinigten Staaten von Amerika, sowie nach Hongkong. Diverse CD-Einspielungen und Rundfunkproduktionen dokumentieren seine musikalische Tätigkeit sowohl im Ensemble, als auch solistisch.

Christoph Pfaller – Tenor

Christoph Pfaller wurde 1992 in Leipzig geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Thomanerchor Leipzig im Alter von 9 Jahren. In diesem Rahmen wurde er von Kammersänger Martin Petzold im Fach Gesang unterrichtet. Er unternahm mit dem Chor unter Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller zahlreiche Reisen im In- und Ausland (u.a. Japan, Südkorea, Australien) und wirkte bei einigen CD-Aufnahmen und Konzerten als Knabensolist mit. In der Spielzeit 2004/2005 übernahm er an der Oper Leipzig die Rolle des ersten Knaben in W. A. Mozarts Oper „Die Zauberflöte“. Seit 2013 studiert er an der „Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy Leipzig“ Gesang bei Professor Christina Wartenberg und Jeanette Favaro-Reuter. Zuletzt war er unter anderem als „Tamino“ in Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ oder als „Lyonel“ in Friedrich von Flotows Oper „Martha“ zu hören. Besonders intensiv verbunden fühlt sich der junge Tenor dem Oratorium, dass ihn seit frühester Kindheit begleitet und prägt. So tritt er heute als gefragter Solist, besonders als Evangelist und Bach-Interpret, in ganz Deutschland und darüber hinaus auf und arbeitet dabei regelmäßig mit renommierten Dirigenten zusammen wie u.a. Hans-Christoph Rademann, John Eliot Gardiner, Frieder Bernius, Václav Luks, Michael Schönheit, Thomaskantor Gotthold Schwarz und Ensembles wie der Gächinger Cantorey, dem Thomanerchor Leipzig, der Dresdner Philharmonie, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Staatskapelle Halle. Zuletzt führten ihn Engagements u.a. nach Russland, Italien, Südamerika, Kuba und in die USA.

Im September 2017 entstand gemeinsam mit der „Chapelle de la Vigne Freiburg“ eine erste CD mit Bachkantaten unter Leitung von Bernhard Schmidt.

Christoph Pfaller ist Stipendiat und Preisträger der „Kammeroper Schloss Rheinsberg“ 2017.

Anton Haupt – Bass

Der Bassbariton Anton Haupt (*1997) stammt aus einer Leipziger Sängerfamilie und erhielt seine frühmusikalische Ausbildung in dem Musikprofil des Rudolf Hildebrand-Gymnasiums und der Musikschule Ottmar Gerster. Nach dem Abitur nahm er Gesangsunterricht bei Annette Reinhold und studiert seit 2016 an der HMT Leipzig, vorerst bei Prof. Ilse-Christine Otto und seit dem Wintersemester 2018 bei Prof. Berthold Schmid.

Anton Haupt debütierte bereits als Figaro in G. Paisiellos Il barbiere di Siviglia mit der Jungen Mitteldeutschen Kammeroper, Vater in E. Humperdincks Hänsel und Gretel in einer Inszenierung von Viviane Araiza, Plutone in C. Monteverdis L’Orfeo im Rahmen des Dalheimer Sommer, Meister Enterich in C. Millöckers Der Bettelstudent, Henry Martel in J. Offenbachs Un Mari à la porte und Vater in A. Hartmanns Für wahr…?! als Produktion der HMT Leipzig, sowie Hans in A. Lortzings Undine und Belcore in G. Donizettis L’elisir d’amore bei der Bernburger Sommeroper. 2021 wird er in einer Produktion der Operationderkuenste als Tod in Viktor Ullmanns Der Kaiser von Atlantis zu erleben sein.

Er ist Stipendiat der Internationalen Sängerakademie Torgau und Gewinner des Albert-Lortzing-Wettbewerbes 2019.

In seiner regen Konzerttätigkeit arbeitete der junge Bassbariton als Chorist oder Solist mit namenhaften Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Andris Nelsons, Alan Gilbert, Stefan Asbury, Trevor Pinnock, Gregor Meyer und Ron-Dirk Entleutner.

Felix Rohleder – Bass

Felix Rohleder wurde 1993 im vogtländischen Greiz geboren. Seine Ausbildung begann an der dortigen Musikschule „Bernhard Stavenhagen“ in den Fächern Violine, Klavier und Gesang. Nach dem Abitur schloss er ein Lehramtsstudium in den Fachrichtungen Musik und Sozialkunde an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale) an, welches er im Jahr 2018 zum Abschluss brachte.

Von 2016 an studierte der Bassbariton an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden in der Klasse von Jörg Hempel. Hier wurde er außerdem von Olaf Bär im Liedgesang und von Britta Schwarz im Oratorienfach unterrichtet. Diverse Meisterkurse, unter anderem bei Georg Zeppenfeld, Roland Schubert, Regina Werner-Dietrich, Jukka Rasilainen und Thomas Quasthoff, ergänzen seine Ausbildung. Im Sommer 2018 debütierte Felix Rohleder in der Rolle des Masetto in Mozarts „Don Giovanni“ auf der Opernbühne. Im Rahmen der Dresdner Hochschulproduktionen konnte er zudem als Figaro in Mozarts „Hochzeit des Figaro“ sowie als Diktator in Ernst Kreneks „Der Diktator“ auf sich aufmerksam machen.  Weiterhin ist der junge Bassbariton ein versierter Konzert- und Liedsänger. Neben großen kirchenmusikalischen Oratorien gehören auch Liederabende zu seinem weiten musikalischen Tätigkeitsfeld. Im Sommer 2019 nahm er an der „Internationalen Sächsischen Sängerakademie“ teil und konnte den Förderpreis der Dozenten gewinnen. Für das Jahr 2021 erhält er das Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbands Dresden.

Seit Beginn der Spielzeit 2020/2021 ist Felix Rohleder Mitglied des Opernstudios der Theater Chemnitz. In seinem ersten Jahr im Engagement wird er unter Anderem als Ceprano in Verdis „Rigoletto“, in mehreren Operettengalakonzerten sowie in der Neuproduktion „Isolation Club“ (Arbeitstitel) des Chemnitzer Opernstudios zu hören sein.

 

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